Hartzkritik

Presse | Bürger halten Hartz IV für zu niedrig

Die große Mehrheit der Bundesbürger hält die derzeit geltenden Hartz-IV-Regelsätze laut einer Umfrage für zu niedrig. 61 Prozent der Befragten sind dieser Meinung, nur 30 Prozent halten die Sätze für Empfänger des Arbeitslosengeldes II für angemessen. Dies ergab eine am Mittwoch vorab veröffentlichte Forsa-Umfrage für das Hamburger Magazin “Stern”. Vier Prozent schätzten die Regelsätze als zu hoch ein.

Fast drei Viertel der Befragten (73 Prozent) sind der Ansicht, dass der Bedarf eines Kindes genauso hoch oder sogar höher sei als der eines Erwachsenen. Am kommenden Dienstag wird das Bundesverfassungsgericht darüber befinden. Der Hartz-IV-Regelsatz liegt bei 359 Euro monatlich. Kinder erhalten – gestaffelt nach Alter – weniger.

Aus Sicht der Bundesbürger (90 Prozent) sollten laut der Umfrage zum Existenzminimum, das von Hartz IV abzudecken ist, auch die Kosten für eine Klassenreise gehören. 74 Prozent nannten Sportausrüstung und Vereinsbeiträge für Kinder, 70 Prozent einen monatlichen Familienbesuch in Kino, Zoo oder Museum.

Für 49 Prozent gehören die Ausgaben für Musikinstrumente und -unterricht ebenfalls zum Existenzminimum der Kinder von Hartz-IV-Empfängern.

(Quelle: fr-online.de)

Zum Stern Artikel

 

Geschrieben am Mittwoch, 03. Februar 2010
Abgelegt unter Aus der Presse.
Diskussion zu diesem Beitrag per RSS 2.0 Feed verfolgen. Die Kommentarfunktion wurde deaktiviert. Auch das "Anpingen" des Beitrages ist nicht möglich.
 

ein Kommentar to “Presse | Bürger halten Hartz IV für zu niedrig”

  1. Andreas Frick sagt:

    Ich habe einige Jahre lang meine Ausgaben in Tabellen festgehalten, und kann
    mit sicherheit behaupten das der Regelsatz zu gering ist.
    Zur Zeit habe ich noch Belege aus Einkäufen der letzten 2 Jahren in der schublade.
    Diese in tabellen festzuhalten bin ich noch nicht zu gekommen.
    Wenn ich so weit bin, steele ich sie in einer Webseite zur Begutachtung aus.