Hartzkritik

Euer Beitrag | Noch ein interessanter Bericht über die PIA

Hiermit möchte ich auch mal etwas Wichtiges loswerden.
Ich bekam wieder Hartz4 schon zum 2. mal in meinem jungen Leben. Glücklicherweise bin ich bei der JSG untergekommen, wo ich damals aber auch schoneinmal war. Für mich stellt sich natürlich jetzt die Frage warum 1mal bei der JSG, dann PIA Mülheim und jetzt wieder JSG??? Ich bin 31 Jahre alt und habe bisher immer gearbeitet. Warum nicht gleich ein Konzept, das den Leuten keine Angst macht alleine nur vom erzählen. Als ich dort war erklärte ich den “Neuen” (ich war ja schonmal da), dass sie vom Glück reden können, das sie hier gelandet sind und nicht bei der PIA. Woraufhin die Frage kam wieso denn?? Als ich erzählte wie man mit den Teilnehmern dort umgeht, fielen sie fast vom Glauben ab.

Wichtiger dennoch ist auch meine Aufklärung zu den Machenschaften der Mitarbeiter der PIA:

Folgendes:
Alles was ich im Bericht hier lesen konnte, trifft zu 1000% zu.
Als Mensch wird man in erster Linie dort nicht behandelt, sondern nur als Objekt, das es da heisst zu unterdrücken und zu demütigen, in dem man mir weiss machen wollte, und zwar nur weil ich meine freie und ehrliche Meinung über das Unternehmen und dessen Mitarbeiter(man siehe da,ja, auf dem Pausenhof zu anderen “Insassen”), dass ich meinen Beruf doch wohl verfehlt hätte, in welchen Ton ich denn hier mit meinem “Fallmanager” Herr J. reden würde. Und zwar wie würde ich denn einen Kunden bedienen, der aufgebraust auf mich zu kommt, weil er eine Reklamation hat?? Ich antwortete: “Erstens: Sie sind nicht mein Arbeitgeber! 2. Der Kunde ist König, wenn ich arbeite dann mit Lust und professionell. 3. Ich bin Ihre Arbeit, und verlangte darauf hin sofort einen neuen Betreuer, den ich dann auch bekam (nach langem einreden,das wir so nicht auf einen grünen Zweig kommen und das wollen auch die Obersten nicht hören), worauf er mich später auf dem Gang nur noch mit an wiedernden Blicken würdigte.Die Machtposition jedes einzelnen Mitarbeiters dort wird so was von dermassen ausgenutzt auf Kosten der Teilnehmer.Man merkt sofort die herablassende Art der Mitarbeiter: “Du bist arbeitlos, ich hab arbeit, also pariere!” Das kann`s nicht sein, ich dachte ich bin in einem schlechten Film. Andere Teilnehmer fingen an zu weinen, weil der Couch mal wieder zu schroff und menschenunwürdig daher ging. Ich habe teils Gespräche mitbekommen, die keiner von Ihnen hören möchte. Warum weiss man denke ich mittlerweile. Auch die Sache als ich und andere über den Sinn des Systems und deren lächerlichen Methoden uns klein zu kriegen philosophierten, stand neben uns doch tatsächlich fast ständig die Chefin des Unternehmens, Frau Schellberg. Man zitierte uns danach doch tatsächlich auch als Einzelgespräche (auch wieder mit psychologischem Gequatsche) einzeln in separate Räume wo sie versuchte eindringlich zu erklären, das wir doch so falsch lägen mit unseren Aussagen und das das Ziel ein vernünftiges wäre und wir vorsichtig mit Äusserungen seinen sollten.” Lach! Ganz grosses Kino…

Eine witzige Geschichte auch noch, woran man das “Wir stecken alle unter einer Decke”-Verhalten der PIA Mitarbeiter beobachten konnte war, das eines Tages die Frau Bürgermeisterin angekündigt war. Man sagte uns dies auch und behauptete,das sie kurz nur reinschauen wollte um sich die Räumlichkeiten anzusehen. Ja, falsch gedacht, als sie in Begelitung mit 2 Männern mitten einer unsinnigen PIA Schulung hereinkam, redete der Coach unterunterbrochen los, wie toll denn hier alles sei und das dies eins der besten Projekte sei und die Teilnehmer auch glücklich darüber sein… “hochlob”-gequassel. Wie bitte?? Sie hätten mal die Gesichter sehen müssen…wie kann man für Hartz4 Empfänger reden ohne Sie gefragt zu haben, was sie denn von dem ganzen halten,da hätte die Bürgermeisterin sich aber festhalten müssen, als würde man versuchen die Teilnehmer nicht zu Wort kommen zu lassen (alles in allem sehr eigenartige Inszenierung, man konnte auch die Angespanntheit der Mitarbeit er merken auf den herannahenden Besuch, alle schnell wie die Wiesel und sehr beschäftigt ausseh, nach Verschwinden wieder das alte Bild,Bundeswehrton), das ganze ging auch alles relativ sehr schnell. Danach wieder die gleichen Themen der Teilnehmer, viele haben geweint(eine sogar mitten im Klassenraum vor zich anderen und man redete auf sie ein und ein, eine wirklich sehr peinliche Situation, nicht nur für Sie, für uns anderen besonders auch, weil wir uns das ganze Spektakel mit ansehen mussten. Viele sind nicht wieder gekommen oder haben sich gar sofort einen Krankenschein genommen, was auch schlau geregelt wurde der PIA, man sagte alles was an Krankenscheinzeit daher kommt wird einfach hinten drangehangen (-: als wären auch noch diese unsinnig lange Zeit nicht schon Strafe genug ganze 9 Monate mit Verlängerung wenn man es auf Dich abgesehen hatte. Ganz ehrlich, hat man nicht das Glück gehabt und hat schnell einen neuen Job gefunden,musste man früher oder später einen Krankenschein nehmen, weil man ansonsten irre wurde und wie schon gesagt wurde von sovielen anderen, mit Angst erreiche ich kein Ziel, um aus der Arbeitslosigkeit zu gelangen.

Fraglich ist es auch wer denn die ganzen Kosten übernimmt, weil die Anwesehnheitspflicht von 8-16:00 Uhr dort zu sein um jeden Tag nach Stellen zu suchen im Netz (nach drei Tagen ist man durch, es kommen keine neuen aktuellen Stellen vom Himmel geflogen) vollkommen überzogen ist und das auch sehr an den Nerven zerrt. Ich finde man spart immer wieder an den falschen enden und wer dieses Projekt ins Leben gerufen hat gehört selber mal dort hin für Monate inklusive “Herzlicher” Behandlung Deiner Person.
Ich war zum Glück nur 2,5 Monate dort, bin aber fast therapiebedürftig in meinen neuen Job gegangen.

Zitat: Sinn des Unternehmens:
Die Teilnehmer psychisch an eine Grenze zu bringen, wo sie nur noch sagen: Ich nehme die grösste Scheisse der Welt an, um dieser Hölle zu entfliehen!”
Auch ich hatte meine Probleme dort, arbeitswillig und noch dazu an einer Krankheit leide, die sich generalisierte Angst nennt. Das hat das ganze nur noch verschlimmert.

Als ich der JSG zugeteilt worden bin war ich zunächst erleichtert…
Der PIA muss hier und jetzt der Hahn zu gedreht werden, dafür werden besonders die arbeitswilligen Teilnehmer ob noch da oder ex dafür einstehen. Du kommst als “normal” dorthin und kommst “gestört” wieder rauss. Was bitte ist das für ein menschenverachtendes System? Und die Mitarbeiter sind auch noch stolz auf Ihr (dafür bezahltes) Verhalten. PFUI!
Würde damit auch gerne mit mehreren an die Öffentlichkeit gehen…
Bitte um Posting für Andere, oder Infos an meine email…

->siehe auch Euer Beitrag | Meine Erfahrungen als 1 € Sklave bei der PIA
->siehe auch Euer Beitrag | Noch ein Bericht einer PIA-Geschädigten
->siehe auch Euer Beitrag | Ehemaliger PIA-Kunde berichtet über Vorgänge
->siehe auch Bekannter Mülheimer Musiker packt über PIA aus
->siehe auch Mülheimer Stadtverordnete stellt sich vor PIA-Geschädigte

 

Geschrieben am Dienstag, 28. September 2010
Abgelegt unter Euer Beitrag.
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5 Kommentar to “Euer Beitrag | Noch ein interessanter Bericht über die PIA”

  1. Martin Pernau sagt:

    Als ehemaliger Angestellter der Pia kann ich dich nur bitten zu unserer Gruppe zu stossen, die jeden Donnerstag um 18:30 im Büro des Ratskollektivs der Linken, Kämpchenstrasse 21 stattfindet.

    Wir sind eine Gruppe von Piageschädigten die sich solidarisieren und gemeinsam daran arbeiten etwas an diesem System welches in Mülheim herrscht zu ändern.

    Jeder der Probleme mit der Pia oder der Sozialagentur hat und in eine Maßnahme bei der Pia gesteckt werden soll, kann sich jederzeit an mich wenden und uns Donnerstags besuchen.

    Wer nicht gleich an der Gruppe teilnehmen möchte, wir veranstalten jeden Mittwoch von 10 – 14 Uhr ein Frühstück bei dem man sich in lockerer Atmosphäre mit anderen austauschen kann.

  2. Bürger Wolfgang sagt:

    Wie Martin es schreibt, so ist es !!

    Nur ! ….wir sind Parteiunabhängig. Wir wollen betroffene Menschen dazu bewegen, mit uns gemeinsam etwas in MH zu bewegen. Ganz im Sinne von Alg2 Beziehern und Steuerzahlern.

    Letztere sind meist auch Betroffe ohne es zu wissen. Denn es kann ja nicht angehen, dass z.B. einerseits (ganz aktuell) Schulinvestitionen gestrichen werden, und andererseits genug Geld da ist, um die eigenen indirekten Stallungen mit Futter zu versorgen.

    Uns werden die Räumlichkeiten “der Linken” in MH zur Verfügung gestellt, weil wir es uns nicht leisten können, für unsere Meetings horrende Mieten zu zahlen.

    Ich schreibe hier auch nur noch mal ergänzend auf Martin´s Kommentar, weil es immernoch Menschen gibt, die “die Linke” gedanklich dort aufstellen, wo sie nicht hingehört und daher das was wir machen, vor allem wo wir es machen, mit einer gewissen Skepsis begegnen.

    “Die LINKE” in MH ist die Einzige Partei, die uns hilfreich zur Seite steht, wenn es Probleme mit der Sozialagentur oder ihrer sog. Zweigstellen und sonstigen (un)sozialen Vasallen gibt.

    Nochmal !!

    Wir sind eine Interessengemeinschaft auf Gegenseitigkeit. Betroffene helfen Betroffene. Das gibt es in der Form, wie wir es betreiben und soweit es mir bekannt ist, in Mülheim nicht.

    Also Leute….bewegt Euch mit uns.

    Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.

  3. Schneemann sagt:

    Guten Abend,

    bin quasi neu hier und würde aufgrund der Berichte “Horror” haben die PIA zu betreten, da wird ja jeder Besuch in dieser Einrichtung
    zu einer Strapazierung der Selbstbeherrschung.

    Liebe Leute gebt acht und lasst euch nicht alles gefallen!

    Die PIA ist leider das menschenfeindlichste, was die schöne Stadt Mülheim je auf den Weg gebracht hat,
    diesen Laden sollte man meiden, oder die Mitarbeiter schnellstens austauschen, oder besser noch ganz schliessen.

    Wehren lohnt immer!

    Lasst euch niemals so klein machen!

    Freundliche Grüße

  4. titus sagt:

    Genau so wie es hier beschrieben wird lief es dort ab, vielleicht auch noch schlimmer, denn bestimmt nicht alle haben sich bisher geoutet. Zuerst wurde man freundlich aufgenommen, wohl aus Angst der Psychoterror fliegt direkt auf. Die Freundlichkeit entpuppte sich dann aber als „fertig machen“ in 4 Augen Gesprächen, ohne Zeugen versteht sich. Die Coaches folgten den Betroffenen sogar bis vor die Toilette oder in den Raucherhof, wo man sich auch aufhielt, ein Coach war immer in der Nähe und beobachtete einen. Von Drogentests weiss ich zwar nichts, aber nach dem Verhalten der Coaches zu urteilen dachte man zeitweise, man ist in einer Anstalt gelandet. Der Umgang mit den Arbeitslosen war katastrophal, ich habe dort viele verängstigte Leute angetroffen. Die Sozialagentur schickt die Arbeitlosen ohne vorgeschriebenes ordentliches Profiling zur PIA was nicht sein darf. Die die noch nicht komplett verängstigt waren die wurden als EinEuroJobber in den PIA Projekten untergebracht. Dass die PIA sich immer schon so massiv gegen die Öffentlichkeit abgeschottet hat, das hatte wohl auch seine Gründe. Die hp ist übrigens bis heute im Aufbau. Die Arbeitslosen die immer noch dorthin geschickt werden tun mir leid. Es muss schonungslos aufgedeckt werden was dort wirklich abgeht, damit darf die PIA und die Sozialagentur nicht mehr durchkommen! Dieser Laden ist eine Schande für alle Arbeitslosen in Mülheim, Pfui Teufel!

  5. BST sagt:

    Hallo und guten Tag,

    es wird vermutlich GAR NIX schonungslos aufgeklärt,
    weil keiner, außer wir Hartz4ler, Interesse daran hat.
    Lug und Betrug wird toleriert respektive von den Verantwortlichen nicht geahndet.
    Die setzen nach Aussen ihre sozialen Masken auf, was sie nicht alles tun für erwebslose, etc. pp., Zahlen, Fakten, alles Ungereimtheiten, interen werden diese Masken zu, SORRY,
    “a sozialen” Fratzen.
    Ich melde mich wieder-
    Gruß BST