Hartzkritik

Euer Beitrag | PIA Mülheim: Auch vor 2 1/2 Jahren schon schikanös

Vor ca. 2 1/2 Jahren hatte ich auch das “Vergnügen” Hartz4 zu beziehen. Ich war gerade mit der Uni fertig und hatte leider nicht das Glück sofort einen Job in meinem Bereich zu finden, also blieb mir vorerst nur diese Möglichkeit.

Brücke Mülheim, hier bekommt Hilfe gegen die PIA!

Die Arbeitsagentur schickte mich erst in eine einwöchige Maßnahme von der Diakonie(Unglaublich, dass die dafür Geld bekommen), dannach folgte PIA, der noch größere Witz.

Dass die da individuelle Förderung betreiben kann ich nur vehemennt bestreiten. Die Leute werden mit den unterschiedlichsten Qualifikationen in sogenannte Maßnahmen gestzt, dort werden sie dauer berieselt von irgendwelchen Coaches in Sachen Bewerbung etc.. Ich möchte nicht überheblich klingen, aber jemand mit einem Einser-Diplom braucht eine andere Betreuung als z. B. eine mitte Vierzigjährige, die keinen Schulabschluß hat.

Desweiteren wurde man gezwungen seine Zeit dort abzusitzen, ohne wirkliche Betreuung, leise Unterhaltungen an der Tischen mit anderen Betroffenen wurde sofort getadelt. “Man solle nach Jobs gucken und nicht quatschen”, hieß es. Ein Gefühl wie in der Grundschule. Die Dame, die mich “betreut” hat, Frau STra., hat mich mehrfach beleidigt. Zum einen beleidigte sie mein Bewerbungsfoto, sie meinte ich würde darauf aussehen, als ob ich unterwürfig bin!!!!Ich dachte ich höre nicht richtig.

Dazu muss ich sagen, dass mein Freund in einer Werbeagentur arbeitet und mir meine Bewerbungsunterlagen getuned hat, auch dass Bild, welches absolut in Ordnung gewesen ist. Ein weiteres mal warf sie mir vor, ich sei arrogant etc. Also von Sachlichkeit kann da echt keine Rede sein. Die nennen sich Arbeitsvermittler, vermitteln aber gar keine Arbeit.

Die packen manchmal sogar Leute in einen Van und fahren mit denen durch die Gegend, um dann bei irgendwelchen Firmen anzuhalten und um zu fragen, ob die Arbeit haben. Das wollten die mit mir auch machen, da habe ich mich aber gegen gewehrt. Das ging mir zu weit. Ich bin ein erwachsener selbständiger und auch selbstdenkender Mensch!!!!

Daraufhin habe ich mich bei meiner zuständigen Casemanagerin beschwert. Gebracht hat das gar nix, außer ein kurzer Besuch der Casetante bei der PIA. Da waren noch so viele andere Sachen, aber das liegt schon eine Weile zurück, geblieben ist aber immer noch der Schrecken oder besser gesagt die Wut, wenn ich an PIA zurück denke. Mir ging es in der Zeit nicht gut, weil diese Leute da einen wirklich runtermachen, auch wenn man, wie ich eigentlich ein starkes Selbstbewußtsein hat. Bei der PIA war ich ca. 8 Monate, habe dann einen Job gefunden, auch mit diesem Foto!!und ohne Hilfe der PIA.

Dennoch ärgere ich mich nach so langer Zeit über diesen Saftladen. Ich danke fürs Zuhören, frohe Weihnachten.

(Eingereicht am 23.12.2010)

 

Geschrieben am Freitag, 24. Dezember 2010
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9 Kommentar to “Euer Beitrag | PIA Mülheim: Auch vor 2 1/2 Jahren schon schikanös”

  1. Anja sagt:

    Auch ich war vor ca.2 1/2 in diesem Saftladen,wurde aber wegen schlechter Führung vorzeitig entlassen und hab Hausverbot.
    Ich würd ja gern mal ein Rollenspiel mit Frau STra und Konsorten spielen,sie auf dem Stuhl des,Kunden`,ich als Coach.
    Und Fragen stellen,wie:Sind sie vorbestraft?Haben Sie Schulden?Sind Sie ein ängstlicher Mensch?Was ist passiert,dass Sie so einen Job machen, wie diesen?Könnte man als Sozialarbeiter nicht besser soziale Dinge tun und Menschen helfen,wo Hilfe wirklich nötig ist?
    ….ach mir vielen da noch viele Fragen ein.
    Aber ich denke,diese Personen sind so abgebrüht und gewissenlos,auch das würde an Ihnen abprallen!Irgendwann haben die wohl aufgehört Mensch zu sein,wie könnte man sonst so einen Job wie Fallmanager oder PIA-Coach ausüben?

    Irgendwann werden diese Personen die Rechnung für ihr Tun bekommen,denn Alles ,was wir Anderen antun,sei es Gutes oder Schlechtes,kommt garantiert zu uns zurück!!
    In diesem Sinne,gesegnete Weihnachten!

  2. stephan23 sagt:

    Jo, alles was die drauf hatten waren intime Fragen stellen, Fragen die dort wirklich nichts zu suchen haben. Antwortete man nicht wie es denen passte, dann wurde halt einfach was dazu gedichtet, ähnlich wie bei den Fallmanagern. Sprüche, Beleidigungen, Provokationen und Psychospielchen sind dort Programm, und die Gestalten die dort rumrennen gehören auf eine Couch, aber nicht in ein Coaching.

    Was bleibt sind traumatisierte Kunden……….

    Frohe Weihnachten

  3. xxx sagt:

    Die “Coaches” möchten auch gar nicht helfen, sie möchten Macht und Kontrolle über den “Kunden”. Wer länger mit denen zusammenarbeitete, kann das nachvollziehen. Die „Coaches“ hacken mit voller Absicht in den wundesten Punkten der „Kunden“ herum.

    Schuldzuweisung: Jeder “Kunde” sei arbeitslos, weil er etwas falsch macht. Entweder in den Bewerbungen, oder aber weil er einen miesen Charakter hat, oder “Probleme im Umgang mit Menschen” oder “Probleme mit sich selbst”.

    Jemand, der zu etwas gezwungen wird, ist nicht frei und arbeitet unter Angst. Wer die Angst im Nacken hat, und wegen dieser Maßnahmen dauernd krank wird, tritt nicht gut auf. Und wer unter Angst gesetzt wird oder sich so bewirbt, hat keinen Erfolg bei den Bewerbungen.

  4. bea sagt:

    Schönen Tach auch

    und allen ein gesegnetes, erfolgreiches und frohes NEUES JAHR 2011!
    An xxx: Stimmt auffallend! Macht und Kontrolle auszuüben ist DAS
    vorherrschende Thema in diesem Laden! Gezielt und ganz bewusst auch mit
    unlauteren Mitteln und dem absolutem Griff in die Tickkiste!
    Bin mal gespannt wie es hier weitergeht.
    Gruß Bea

  5. Anja sagt:

    …es wird immer und immer so weitergehen!
    Die Einzigen,die was dagegen tun können,sind wir selbst!Indem wir uns solidarisieren und Zivilcourage zeigen!
    Immerhin sind wir in der Überzahl!Das Sozialgesetzbuch studieren,sich schlau machen und mal Nein sagen ist schon ein Anfang und gar nicht sooo schwer.

  6. Martin sagt:

    …es wird immer und immer so weitergehen!
    oder… du gehst Arbeiten dann bis du die für immer los! :)

  7. BST sagt:

    Hallo und guten Tag,

    auch schon vor 7 Jahren absolut schikanös und in der Folge ruinös.
    Absprachen mit dem Sozialamt waren an der Tagesordnung.
    Wenn man es nicht selbst erlebt hat – kaum zu beschreiben.
    Dieser elitäre Kreis von Menschen ist erhaben über Gott und die Welt.

    Ich melde mich wieder.

    Gruß BST

  8. Max sagt:

    an Martin

    deinen Satz an Anja nenn ich aber auch massive argumentative Schwäche!
    (nur mal so nebenbei)

  9. martin pernau sagt:

    @max

    ich kann dir nur recht geben, was sich mein namensvetter dabei gedacht hat wird nur er beantworten können.

    arbeiten gehen ist angesichts der aktuellen zahlen, welche die sozialagentur bei der ausschusssitzung vom 03.02.2011 genannt hat, nicht so einfach wie es sich mein namensvetter vorstellt.

    arbeitslose in alg I 7272
    arbeitslose in alg II 5702

    macht eine gesamtsumme von 12974

    was ein wenig verwunderlich dabei ist, die sozialagentur nennt die zahl von 5702 arbeitslose in alg II und beziffert gleichzeitig die zahl der erwerbsfähigen hilfebedürftigen auf 12312, sowie die zahl der nicht erwerbsfähigen auf 5067

    wenn ich das mal genauer betrachte, tut sich da ein gewaltiger widerspruch auf

    12312 hilfebedürftige und nur 5702 arbeitslose in alg II bei 5067 nicht erwerbsfähigen hilfebedürftigen

    wenn ich 12312 hilfebedürftige habe, aber nur 5702 davon in algII bezug sind, bleibt eine zahl von 6610 hilfebedürftigen die scheinbar nicht existieren

    was sind diese 6610 hilfebedürftigen denn jetzt, erwerbsfähig und somit auch arbeitslos oder nicht erwerbsfähig??