Hartzkritik

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen PIA Mülheim/Ruhr – Oberbürgermeisterin schaut weg

Am 11. November 2010 ist bei der Staatsanwaltschaft Duisburg Strafanzeige gegen den Geschäftsführer Frank Schellberg der Paritätischen Initiative für Arbeit (PIA) in Mülheim a. d. Ruhr und andere gestellt worden, wie Hartzkritik.de aus gut unterrichteter Quelle mitgeteilt wurde.

2007 wurde die PIA von OB Mühlenfeld noch als familienfreundlicher Betrieb ausgezeichnet. Frank Schellberg nimmt die Auszeichnung entgegen. Jetzt liegt eine Strafanzeige gegen ihn vor.

Gestellt wurde die Strafanzeige gegen Schellberg und Co. wegen Beleidigung. Wer zu dieser Strafanzeige bestätigende Aussagen machen möchte, kann sich unter Angabe des Aktenzeichens 332 Js 2124/10 an die Staatsanwaltschaft Duisburg wenden.

Hinter der Anzeige steckt jedenfalls nicht die Erwerbsloseninitiative Brücke Mülheim, die sich ja eigenen Angabe zur Folge eher auf das setzen von Nadelstichen gegen die Sozialagentur Mülheim zurückzieht. Die Sozialagentur Mülheim ist allerdings Dreh- und Angelpunkt, denn diese Optionskommune schickt nach wie vor weiter Betroffene zur PIA.

Als blind gegen die Situation erweist sich die Mülheimer Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld. Sie ist in der Situation, dass sie zwar durch Beschwerden seit Oktober 2010 um die Situation der Betroffenen bei der PIA weiß, schreitet allerdings gegen die Abschiebung der Erwerbslosen zur PIA bei der Sozialagentur nicht ein. Für Mühlenfeld wäre es ein Klacks, sich mit ihrem Parteifreund und Leiter der Sozialagentur Matthias Spies kurzzuschließen.

Bei Beschwerden gegen die PIA lässt Oberbürgermeisterin Mühlenfeld lapidar erklären, dass sie als Zuständige für Dienstaufsichtsbeschwerden nur für Beschäftigte der Stadt Mülheim zuständig sei. Schließlich seien die Mitarbeiter der PIA keine Beschäftigten der Stadt Mülheim. Das geht jedenfalls aus einem Antwortschreiben der Oberbürgermeisterin auf eine Beschwerde zur Situation bei der PIA hervor.

Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld sieht also weg, obwohl sie als oberste Dienstherrin der Sozialagentur Mülheim sehr wohl dafür sorgen könnte, dass zur PIA, zumindest bis zur Klärung der Strafanzeige wegen Beleidigung, keine Betroffenen mehr zur PIA geschickt werden.

Was wohl Hannelore Kraft über die Machenschaften in ihrer Heimatstadt denkt?

 

Geschrieben am Freitag, 07. Januar 2011
Abgelegt unter Aktuelles.
Diskussion zu diesem Beitrag per RSS 2.0 Feed verfolgen. Die Kommentarfunktion wurde deaktiviert. Auch das "Anpingen" des Beitrages ist nicht möglich.
 

16 Kommentar to “Staatsanwaltschaft ermittelt gegen PIA Mülheim/Ruhr – Oberbürgermeisterin schaut weg”

  1. hello sagt:

    bin mal gespannt, ob gegen die zuständige Sozialagentur auch ermittelt wird

  2. Wolf27 sagt:

    Bei Beschwerden gegen die PIA lässt Oberbürgermeisterin Mühlenfeld lapidar erklären, dass sie als Zuständige für Dienstaufsichtsbeschwerden nur für Beschäftigte der Stadt Mülheim zuständig sei. Schließlich seien die Mitarbeiter der PIA keine Beschäftigten der Stadt Mülheim.

    Da hat sich Frau Mühlenfeld aber geschickt am Thema vorbeilaviert. Wenn man die Antwort ein wenig aufdröselt, wird schnell klar, dass sie es sich hier doch etwas zu einfach macht.

    • Richtig ist, dass sie die Dienstherrin der Stadt-Angestellten ist.
    • Richtig ist auch, dass sie nicht die Chefin der PIA-Angestellten ist.
    • ABER: Wenn ihre Stadt-Angestellten ALGII-Bezieher – unter Androhung von Sanktionen – dazu verdonnern, eine Maßnahme bei einem Verein (Maßnahmeträger) zu absolvieren, über den bereits diverse Beschwerden vorliegen seitens der Maßnahmeteilnehmer, dann ist es ihre verdammte Plicht, sich bei ihren Stadt-Angestellten zu informieren und diesem Treiben Einhalt zu gebieten.

    DAS hat sie aber nicht getan. Würde sie es tun, hätte sie sicherlich, so bleibt zu vermuten, einige “Freunde” weniger.

    LG Wolf

  3. bea sagt:

    Schönen Tach auch,

    da wird NIX bei rauskommen. Die Staatsanwaltschaft in Duisburg unterstützt doch den Politfilz hier in Mülheim. Siehe Yassine, Bremekamp & Co., ist da was passiert? Nein.
    Gruß Bea

  4. Hartzkritik sagt:

    @bea

    wenn alle so denken, würde gar nichts passieren. Was glaubst du, was alleine die Bekanntgabe, dass da überhaupt jemand Strafanzeige gestellt hat, los ist? Ich denke schon, dass da einige ins Grübeln geraten, ob dass da alles mit rechten Dingen zugeht. Die Kommentare der Betroffenen hier sagen doch schon einiges aus.

    Außerdem wäre es spätestens jetzt an der Zeit – zumindest für die, die hier in den Kommentaren zu den PIA-Berichten ihr Mundwerk aufmachen – sich unter der Aktennummer an die Staatsanwaltschaft DU zu wenden, um zu bezeugen dass es wirklich bei der PIA so zugeht, bzw., ihre Erlebnisse dort darzulegen.

    Und was kostet es? Einen Moment Zeit vor dem PC und 55 Cent, ein DIN A4 Blatt und einen Briefumschlag. Schon hat man seinen Beitrag geleistet! Dann wird vielleicht doch was draus!

  5. Ingo B. sagt:

    Meines Wissens erhält die PIA doch städtische Gelder. Allein aus diesem Grund wäre
    Frau Mühlenfeld schon kontrollpflichtig. Aber die gnädige Frau beschäftigt mit ihrer Eitelkeit lieber Amtsgericht und Staatsanwaltschaft mit einer gefühlten Beleidungsklage.
    Ich bin mal gespannt, wie es hier weitergeht. Ingo B.

  6. Martin Pernau sagt:

    Wollen wir denn wirklich von Filz sprechen und davon, dass die Oberbürgermeisterin sich nicht richtig verhält? Die ist sicherlich nur unzureichend informiert, so was kann ja schon mal vorkommen. Es wäre nicht das erste mal, dass Politiker nicht wissen was ihre Untergebenen so anstellen.

    Mal zur Info für die Oberbürgermeisterin,

    die Stadt Mülheim least Fahrzeuge für diverse städtische Ämter (Immobilienservice, Grünflächenamt, Sozialagentur usw.) bei der Pia, zu erkennen an den Nummernschildern (MH-PC —). Ddiese Fahrzeuge werden von ALG II Empfängern gereinigt und gewartet, die von der Sozialagentur im Rahmen von Integrationsjobs an die Pia vermittelt werden. Wo sich bei diesen Jobs allerdings eine Zusätzlichkeit oder gar öffentliches Interesse verstecken, kann man nur raten.

    Auch wo sich aus diesem Job eine mögliche Integration in den ersten Arbeitsmarkt ergibt, lässt sich nur schwer nachvollziehen.

    Fakt ist , dass die Stadt einen nicht unerheblichen Betrag für die Leasingfahrzeuge zahlt und gleichzeitig die Sozialagentur ALG II Empfänger für einen ebenfalls nicht unerheblichen Betrag an die Pia als Integrationsjobber vermittelt.

    Der einzige der gleich doppelt an dieser Geschichte verdient ist die Pia.

    Arbeitsuchende werden von der Sozialagentur bei der Pia geparkt, hauptsache sie verschwinden aus der Statistik.

    Man schaue sich das Thema Bürgerarbeit an, da werden ALG II Empfänger von der Sozialagentur zur Vorbereitung auf Bürgerarbeit für 6 Monate zur Pia geschickt, ohne dass in der Eingliederungsvereinbarung klar zu erkennen ist, welche Art von Bürgerarbeit denn für den ALG II Empfänger angedacht ist, oder ob er denn wirklich eine der wenigen Stellen bekommt, die Mülheim als Bürgerarbeit anbieten wird. Man wird also von der Pia für etwas qualifiziert, dass für den ALG II Empfänger in der Eingliederungsvereinbarung nicht konkretisiert wird.

    Nochmals zum Thema Integrationsjobs.

    Integrationsjobs sollen zusätzlich und von allgemeinem Interesse sein und nicht dazu dienen den Maßnahmeträger zu bereichern.

    Bei dem was auf Seiten der Stadt an Integrationsjobs angeboten wird, kann man kaum von Zusätzlichkeit und öffentlichem Interesse reden können.

    Hier werden unter dem Wappen der Stadt Mülheim von Maßnahmeträgern Jobs angeboten, die durchaus zu voll sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen werden könnten, wenn man denn nur wollte.

    Die Brücke Mülheim ist nicht, wie schon richtig bemerkt wurde, für diese Anzeige verantwortlich, kann aber auch die Menschen, welche sich bei uns melden, nicht dazu zwingen eine Anzeige zu erstatten, wenn sie beleidigt oder bedroht wurden.

    Wir begleiten die ALG II Empfänger zur Agentur und versuchen mit allen gesetzlichen Mitteln die uns zur Verfügung stehen, die Menschen aus den Maßnahmen bei der Pia zu bekommen, die kein Vertrauen mehr zu den Kompetenzvermittlern der Pia und den dort durchgeführten Qualifizierungsmaßnamen haben oder dem psychischen Druck der dort aufgebaut wird, nicht mehr standhalten können.

    Wir werden auch weiterhin mit allen rechtlichen Mitteln gegen die Sozialagentur und somit auch gegen die Pia sowie andere Maßnahmeträger angehen, welche die Notlage der ALG II Empfänger ausnutzen. Allerdings geht das immer nur in Zusammenarbeit und nach dem Willen der Betroffenen.

  7. mike sagt:

    Kann Hartzkritik und Martin’s Artikel nur unterstützen + aus eigener Erfahrung unterschreiben.
    Und Ihre selbstlose Arbeit gegen den Mülheimer Sumpf und FÜR die Menschen!

    Nie schweigen, Nie nur runter schlucken. Bin Stolz, dabei zu sein.
    Und Ihr könnt echt Stolz auf Eure bisherigen Erfolge sein. Weiter gehts…

    Herzliche Grüße + Glück Auf 2011 !!!

    Der Maik / CU.

  8. mike sagt:

    Ach so, Ja. Voller Name ist angesagt bei soviel
    unter den Tisch gekehrtem Unrecht.
    In Wesel ist ein Betreiber einer
    ähnlichen Combo wie Pia zu 3 Jahren Freiheitsentzug Verurteilt.
    Er sitzt ein. Strafgrund: Grobe Gewinn Maximierung mit 1 Eu Kräften und somit
    Sozialpflichtabgaben nicht abgeführt. Dafür geht man auch in SPD geführten Städten in den Bau.

    Grootjes
    Maik Schneemilch

  9. Von “da wird nichts bei rauskommen” halte ich gar nichts. Da muß ja nix bei rauskommen. So eine Anzeige kostet maximal 55 Cent. Jede Anzeige muß irgendwie bearbeitet werden (verursacht Kosten). Und es ist wohl klar, daß wenn gegen eine Person (Einrichtung) öfter Anzeigen laufen, daß die Staatsanwaltschaft das nicht immer unter den Teppich kehren kann. Notfalls kann man gegen eine “Einstellung der Ermittlung” eine Beschwerde einlegen und sich bis zum Generalstaatsanwalt nach oben durchhangeln.
    Natürlich sollte bei so einer Anzeige auch schon etwas dran sein. Im hass4-Bereich ist aber wohl öfter was “dran”. Meint
    Internetspaziergänger auf seinem Spaziergang durchs Internet

  10. Birgit Felderhoff Brücke - Mülheim sagt:

    Hinter der Anzeige steckt jedenfalls nicht die Erwerbsloseninitiative Brücke Mülheim, die sich ja eigenen Angabe zur Folge eher auf das setzen von Nadelstichen gegen die Sozialagentur Mülheim zurückzieht. Die Sozialagentur Mülheim ist allerdings Dreh- und Angelpunkt, denn diese Optionskommune schickt nach wie vor weiter Betroffene zur PIA

    Hallo an alle,

    bei den Handlungen der Brücke – Mülheim geht es weitaus nicht darum Nadelstiche zu setzen vielmehr darum den Betroffenen hilfreich zur Seite zu stehen. Bisher ist uns dies auch gelungen, also kann man nicht davon sprechen das wir uns egal in welcher Form zurück ziehen.

    Ferner ist es so das man endlich erkennen sollte das der Urheber, auch in Sachen PIA, die Sozialagentur der Kommune Mülheim/Ruhr ist. Es ist also völlig klar gegen die Arbeit und den Umgang mit Betroffenen der Sozialagentur zu bestehen. Erst aus unserer Arbeit wird ersichtlich das bestimmte Geschichten ( z.B. PIA ) natürlich auch nicht mehr den Zuwachs bekommen wie er von der Sozialagentur angedacht war, man bedenke es ist nur dazu nutze um die Statistiken zu schönern ( milde ausgedrückt ). Vom Grundsatz her ist das alles eine riesige Volksverdummung und klar das Frau Mühlenfeld sich schön raus hält.

    Also, wir sind nicht die Nadel im Heuhaufen in die sich versehentlich mal jemand setzt. Unsere Arbeit werden wir mit vollem ein Einsatz weiter führen, natürlich kann sich jeder melden der entsprechende Probleme hat. Informationen zu unseren Treffen, jeden Donnerstag ab 18.30Uhr in der Kämpchenstr. 21, 45468 Mülheim/Ruhr findet ihr auf unserer Seite.

    Danke Mike, genauso werden wir agieren.

    Im weiteren wird auch der Bundesrechnungshof auf solche Institutionen wie PIA eine Auge haben.

    Viele Grüße an alle

    Eure Birgit

  11. unbekannt sagt:

    Hallo zusammen,

    zu Wolf27: Das sehe ich genauso, und ich denke, dass in erster Linie die Verantwortlichen in der Beweispflicht stehen und nicht die Opfer – denn Opfer, Beschwerden, Beweise und Zeugen dürfte es mittlerweile genug geben, unabhängig von diesem Forum! Ohne einen konkreten Zeugen oder belastendes Material würde eine Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gar nicht erst aufnehmen bzw. direkt wieder einstellen. Die Vorfälle in der PIA sind zudem nicht erst seit zwei Monaten bekannt, sondern schon viel länger, sonst wäre die Brücke-Mülheim auch nicht ins Leben gerufen worden!

    zu Hartzkritik: Diejenigen, die hier zu den zahlreichen PIA Berichten Kommentare beigesteuert haben, sind denke ich zum größten Teil Exbetroffene, die auch ein Stück weit Aufklärungsarbeit leisten wollten, dafür ist dieses Forum ja eigentlich auch gedacht, ob nun anonym oder nicht anonym, das spielt dabei keine Rolle. Denn diejenigen, die Berichte oder Kommentare hinterlassen haben, tragen auch ihren Teil dazu bei, und an der Echtheit der Inhalte habe ich jedenfalls keinen Zweifel, egal ob anonym oder nicht anonym! Eine Strafanzeige ist das äußerste Mittel zu dem man greifen kann, und darum sollte eine Zeugenaussage auch immer freiwillig sein, sonst müsste ja jeder, der in irgendwelchen Foren seine Meinung zu irgendetwas äußert Angst haben, dass man seine IP verfolgt und direkt eine Vorladung bekommt, und das kann es wohl auch nicht sein! Ich kann beide Seiten verstehen, also auch die, die aus Angst keine Zeugenaussagen machen, so wie Martin es geschrieben hat, man darf und sollte auch niemanden dazu zwingen. Es gehört viel Mut dazu eine Strafanzeige zu stellen, und wir wissen schließlich auch nicht, ob es sich um eine anonyme Anzeige handelt, denn auch bei anonymen Anzeigen muss die Staatsanwaltschaft normalerweise umgehend reagieren! Jeder der den Mut hat und eine Zeugenaussage machen möchte sollte dies selbstverständlich tun, und diejenigen, die diesen Schritt nicht mitgehen und anonym bleiben möchten, sollten auch anonym bleiben, und dafür sollte sich auch niemand rechtfertigen müssen! Auch wenn ich mich wiederhole, nicht die Opfer sind in der Beweispflicht sondern die Verantwortlichen, denn die Opfer haben es sicherlich nicht nötig Unwahrheiten zu verbreiten!

    zu Bea: Das würde ich nicht unbedingt sagen, eine Strafanzeige ist wie gesagt das äußerste Mittel zu dem man greifen kann, und solange Ermittlungen laufen herrscht sowieso Nachrichtensperre, von daher sollte man erstmal abwarten! Es gibt ja auch noch andere Möglichkeiten sich zu wehren, mit einem Anwalt, mit Gesetzbüchern, mit der Brücke-Mülheim, und so weiter, und das wichtigste ist ja, dass man sich überhaupt wehrt!

    MfG

  12. BST sagt:

    Hallo und guten Tag,

    seit Monaten besuche ich diese Seite fast täglich …
    aber dieser Artikel “zwingt” mich fast zu einer Stellungnahme.

    Also eine Anzeige gegen Herrn Schellberg wegen Beileidigung?
    Wer glaubt das dabei was rauskommt? ICH NICHT!
    Und das will ich hiermit erklären!

    Ich hab’ von 1999 auf 2000 einjährig an der Radstation als ASS Kraft gearbeitet.
    Im Sommer 2002 wurde ich gefragt ob ich noch mal für administrative Arbeiten
    zurückkommen möchte. Gerne habe ich zugesagt. Als plötzlich, mit Nachdruck, dass auf diesen Seiten schon häufig erwähnte Mobbing begann, habe ich, ICH!!, am 15.10.2003 fristlos gekündigt. Alle anderslautenden Behauptungen, die ggf. in der Vergangeheit oder mit dem Erscheinen dieses Artikels über mich gemacht wurden/werden, wären/sind gelogen!

    Nachdem mein Job bei der PIA über MO-NA-TE nicht abgemeldet wurde bei der Bundesknappschaft beschwerte ich mich beim Vorstandsmitglied Hermann Pf. der gleichzeitig mein Vorgesetzer und Geschäftsführer bei meinem Hauptarbeitsplatz an der Lebenshilfe e.V. war. Er versprach Abhilfe … und das auf ganz besonders brutale weise, wie sich später herausstellte.

    Vorausgegangen war, ein durch routinemäße Buchprüfung festgesteller Unterschlagungsfall in der Hauptgeschäftstelle der LH e.V., bei dem herauskam, dass in 60 Einzelfällen,
    in einem Zeitraum von zwei Jahren, knapp 23.000 T€ unterschlagen wurden. NICHT VON MIR und auch NICHT MIT MEINER BEIHILFE! ICH habe später einen Freispruch wegen erweisener Unschuld von der Staatsanwaltschaft erhalten.

    Dennoch erhalte ICH eine Kündigung meines Hauptarbeitsplatzes, mit Androhung sich vorzubehalten, eine Strafanzeige gegen mich zu erstatten.??? Unterschrieben wurde diese Kündigung von der ehem. stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Lebenshilfe Frau Ulrike St. Diese Kündigung geht/ging mit einem nachhaltigen Beigeschmack, öffentlicher Diffamierung aufgrund falscher Tatsachenbehauptung im Internet einher.

    Und jetzt komme ich auf die Duisburger Staatsanwaltschaft zu sprechen.
    Meine Anzeigen gegen Geschäftsführer und Vorstand der Lebenshilfe e. V. wegen falscher Verdächtigungen gegen mich, und Rufmord werden zurückgewiesen als
    “nicht von öffentlichem Interesse” obwohl ich bis Ende 2008 im Internet “stehe”.
    Die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf entscheidet nicht anders.
    Die Staatsnwaltschaft in Wuppertal, Abtl. 8 Korruption, fühlt sich nicht zuständig obwohl das LKA in Düsseldorf mir diesen Weg ausdrücklich aufzeigte.

    Bis heute habe ich insgesamt drei DIN A 4 Ordner voller geschriebener Briefe,
    mit Bitte um Intervention, Hilfe oder Abhilfe – keiner fühlt sich zuständig.
    Das geht richtig ins Geld, Einwurf-Einschreiben repektive Einscheiben-Rückschein,
    da bin ich locker immer einige Euros los.

    Hier ein kurzer Auszug:
    ehem. Amtsleiter des Sozaialamtes, Herr Christiaansen,
    Landschaftsverband Rheinland,
    Justitzministerium NRW,
    Wirtschaftsprüferkammer in Berlin,
    Buchprüfungsges. B. und A. in Duisburg,
    Petitionsausschuss des Landes NRW,
    Frau Ingrid H., Leiterin des Petitionsausschusses,
    Frau ehemalige Präsidentin Regina van D., Landtag NRW,
    leitender Oberstaatsanwalt in Duisburg,
    div. Redakteure und der Chefredakteur Ulrich R.der WAZ und NRZ,
    Geschäftsführer der WAZ und NRZ, Herrn Bodo H.,
    Arbeitsgericht Oberhausen,
    alle Mülheimer Fraktionen,

    und, das möchte ich insbesondere nicht unerwähnt lassen,
    schrieb ich Frau Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld an.
    Zwei Briefe per Einwurf-Einschreiben blieben unbeantwortet.
    Als ich sie im Landgericht traf sprach ich sie erneut an und erhielt die Antwort
    “da wurde schließlich lang und breit drüber geredet
    und sie haben ja auch Antwort bekommen” HAB’ ICH NICHT!

    Mir wurde bewußt und nachhaltig beruflicher und wirtschaftlicher Schaden zugefügt.
    Das alles “mit Erlaubnis” höchster Kontrollorgane. Ich darf z. B. in diesem Beitrag
    Namen nicht ausschreiben, weil ich damit Persönlichkeitsrechte verletzte. Wo ist mein Schutz? Wo ist der Schutz an meiner Familie? Warum darf man mich im Internet öffentlich zur Schau stellen mit einer falschen Tatsachenbehauptung? Wo ist mein Recht auf unversehrtheit?

    Bis zum HEUTIGEN Tag habe ich von keinem eine Erklärung erhalten.
    Ich habe keine Enschuldigung erhalten. Mir wurde der wirtschaftliche Schaden nicht ersetzt. Ich habe auch nichts unterschrieben. Kein NIX!

    Wenn mir jemand etwas vorzuwerfen hat, dann bitte ich MIR das ins Gesicht zu sagen.
    Insbesondere die strafrechtliche Komponente in meiner Kündigung hat mich zutiefst erschüttert. Auch wurden meine zahlreiche Anfragen von Frau Ulrike St. und auch von dem zwischenzeitlich ausgeschiedenen Vorstandsmitglied der Lebenshilfe e. V. Herrn Dr. Udo B. nicht beantwortet.

    Ich melde mich wieder.

    Gruß BST

  13. Alleinerziehend sagt:

    wendet euch doch an akte 20.11

    :)

    Redaktion AKTE
    Kuno-Fischer-Str. 8
    14057 Berlin

    Per Fax: 030 / 61681 491
    Per Mail: akte@akte.net

  14. blogger sagt:

    Zum Thema Mobbing in Maßnahmen allgemein:

    1. Zuerst krankschreiben lassen

    2. Krankmeldung zusammen mit Beschwerde dem SB/Casemanager übergeben

    “Leider fühle ich mich in der von Ihnen vermittelten Maßnahme nicht wohl und sehe hier einen sehr guten Grund, die Maßnahme sofort abzubrechen, denn ich werde an diesem Arbeitsplatz krank gemacht. Ich werde von den Coaches gemobbt, (Beispiele aufführen) und habe seitdem Schlafstörungen, Albträume, Angstzustände… Ich bitte um dringende Prüfung”.

    Und dann lässt man sich so lange krankschreiben, wie der SB/Casemanager prüft.

    Wenn das jeder machen würde, dann wäre der Laden “PIA” bald leer.

  15. Martin Pernau sagt:

    hurra, die mülheimer presse hat auch drüber berichtet, hab schon nicht mehr damit gerechnet, wo die pia doch sonst immer nur in höchsten tönen gelobt wird.

    interessant ist die aussage von schellberg, dass er sich nicht in vermutungen ergehen wolle, aber aus den schwierigen lebensgeschichten mancher klienten leicht unmut erwachse.

    soll das jetzt bedeuten die anzeige wurde nur aus frust gestellt?

    da frag ich mich gleich, ob ich jetzt in einer parallelwelt lebe und mir das was da abgelaufen ist nur einbilde, alle die sich bei der brücke und hartzkritik geäussert haben totale pflegefälle der gesellschaft sind oder dieser mann einen leicht verschleierten blick auf die realitäten bei der pia hat.

    was schon bedenklich ist, sobald du den casemanagern der sozialagentur mit problemen kommst die es bei der pia gibt, machen die zu, die wollen oder dürfen nicht hören wollen, dass es dort recht “seltsam” zugeht. bei solch einem verhalten der sozialagentur kann man sich natürlich einen anderen blick auf die vorfälle leisten.

    da kann man sich nur wünschen, dass noch mehr klienten mit schwierigen lebensgeschichten diesem mann, seiner belegschaft und der stadtspitze sowie der öffentlichkeit aufzeigen, wie es in einem familienfreundlichen betrieb nicht aussehen sollte.

    nun denn, lasst die staatsanwaltschaft ihre arbeit machen und wir werden weiter den leuten vor ort helfen sich nicht dem auszusetzen, was ja nicht stattfindet.

  16. hello sagt:

    @Martin

    Jobcenter und Träger sind zur gegenseitigen Kontrolle VÖLLIG ungeeignet.

    Wer sägt sich schon gerne selber den Ast ab, auf dem man bequem sitzt?!

    Sinnvoll wäre höchstens die Schaffung einer UNABHÄNGIGEN Kontrollinstanz.