Hartzkritik

Heute öffentliche Anhörung in Sachen Sanktionen – Beruhigungspille 10 Euro mehr ab 2012

Heute, am 06.06.2011 tagt laut Termin auf den Seiten des Bundestages der Arbeits- und Sozialausschuß. Auf dem Plan steht eine Anhörung zum Thema Sanktionen zu den Anträgen von Bündnis 90/Grüne und Die Linke. Leider sind die Terminangaben nicht übereinstimmend, denn auf den Seiten des Ausschusses steht zu lesen, dass die Anhörung für die Zeit von 14:00 bis 15:30 angesetzt worden ist. Doch schaut man in die Programmübersicht für den heutigen Montag des Parlamentsfernsehens, dann findet man unter der Uhrzeit etwas anderes.

Passt, wie die Faust aufs Auge!

Jedoch kann man dann erfahren, dass es ab 16:00 eine Live-Übertragung der Anhörung gibt. Verwirrend! Wenn der Internetauftritt des Deutsches Bundestages die Arbeit der Bundesregierung widerspiegelt, dann gute Nacht!

Außerdem gibt es am 07.06.2011 um 14:45, ebenfalls als live gekennzeichnet eine Übertragung der Anhörung und am 08.06. nochmals eine Aufzeichnung vom 06.06. gegen ca. 15:30.

Falls die Sanktionen so bleiben, wie sie sind, bzw. die Anhörung auch zu eine Farcewird, wie die 5 Eurofindung zu Jahresbeginn, gibt es allerdings eine Beruhigungspille für alle Alg II-Bezieher: Vermutet wird eine 10 Euro-Erhöhung ab oder in 2012, die seit ein paar Tagen durch die Medienlandschaft tönt! Das sollte die Gemüter erst mal wieder beruhigen, jedenfalls die, die sich über den 5 Euro Almosen aufgeregt haben. Jedenfalls wird die Beruhigung so groß sein, dass weiterhin keine Leute auf die Straße gehen werden, um gegen die Magerkost in der sozialen Absicherung, samt des ganzen unwürdiges Systems auf die Straße zu gehen.

Immerhin ist es noch ein halbes Jahr bis 2012 und bis dahin könnte die Inflationsbereinigung den Staat um einige Erwerbslose erleichtern. Sollte man hier schon den Ironie- oder Sarkasmusmode abdrehen? Absolut nicht, kann doch getrost davon ausgehen, dass die Anhörungen von Grünen und Die Linke sicherlich von den restlichen Parteien am liebsten unter den Teppich gekehrt werden. Welche Instrumente des Druckausübens hätte man da doch? Weder würde jemand für Niedriglohn arbeiten gehen, noch würden die Leute ihre Termine im Jobcenter wahrnehmen! Ganz zu schweigen davon, dass die EinEuro-Armutsindustrie Pleite gehen wird und überhaupt, sämtliche Alg II-Bezieher sind doch Almosenempfänger, die von anderer Leute Arbeit leben! Nein, wer so denkt, der lässt sich weiterhin unterbuttern und hält die Füße still.

Aber schauen wir uns lieber im Parlamentsfernsehen die Anhörung an. Übrigens Phoenix bringt wohl nichts darüber, der Atomausstieg und die Pressekonferenzen der Bundestagsparteien sind wichtiger!

 

 

 

Geschrieben am Montag, 06. Juni 2011
Abgelegt unter Aktuelles.
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