Hartzkritik

Euer Beitrag | Büromensch bekommt Weiterbildung in Damenbekleidung – 5000 € für nichts!

Angefangen 2005: In diesem Jahr, beendete ich meine Büroausbildung. Das Problem: Meinem Beruf wurde 2006 einfach die Berufsbezeichnung geändert. Doch im meinem Zeugnis, wurde nichts korrigiert. Dennoch bewarb ich mich immer wieder. Drei Jahre lang suchte ich vergebens. Ich bekam immer wieder den Satz: “Wir brauchen keine Hilfsarbeiter…” zu hören. Das Amt hatte mir schon mehrere Bewerbertrainings aufgedrückt. Natürlich waren meine Bewerbungen jedes Mal falsch. Man beachte: In einer Bewerbung kann stehen, was will. Hauptsache, man wird genommen. Einzig auf Rechtschreibung sollte man achten.

Ab 2007, arbeitete ich 3 Jahre lang ehrenamtlich. Soviel zu “Arbeitslose sind faul”! Leider mussten wir gehen, weil der Träger pleite ging. Also versuchte ich, über das Amt, eine Weiterbildung bzw. Umschulung im Büro zu bekommen. Man sagte mir sogar einen Kurs zu. Also ging ich zu dem vereinbarten Termin. Als alle da waren, und ich mich umsah, kam mir alles ganz spanisch vor. 25 Frauen, und ich als einziger Kerl!? Als die Dozentin kam, fragte ich nach, worum es sich bei diesem Kurs handelt. Sie sagte: “Verkauf von Damenbekleidung.” Sofort fragte ich nach, ob ich richtig sei. Nachdem sie mit dem Amt telefonierte, kam sie zu mir und sagte mir, ich sei richtig. OK!?

Nach 4 Monaten, war der Kurs endlich vorbei. Der Kurs kostete pro Person um die 5000 €. Da ich, unter Garantie, nie Damenbekleidung verkaufen werde, hätte man mir etwas Sinnvolleres geben können.

Ich lies nicht locker! 2013, sollte ich dann endlich einen Computerführerschein machen. So wurde es mir gesagt. Was war es? EDV Grundlagen. Ich habe also, in 3 Monaten, gelernt: “Das ist ein PC, dass ist der Monitor. Der Monitor zeigt das Bild, welches errechnet wird an…”. Ganz toll! Was hat es gebracht? Nichts!

Als ich mich letztes Jahr, in einer Fastfoodkette bewerben wollte, um mein ALG II etwas aufzubessern, drohte mir die ARGE mit einer kompletten Sperre. Warum? Ich habe in einem Büro gelernt und solle mir dort auch wieder etwas suchen. Ich habe meinen SB wortwörtlich gefragt, ob er sich mal die Anforderungen, die man braucht durchgelesen hat. Dazu sagte er nichts.

Für mich ist es schlimm, vom Staat abhängig zu sein! Man wird schräg angeguckt und dank des Fernsehens als faul und dumm hingestellt.

Eines Tages, so hoffe ich, habe ich endlich mal Glück.

 

(Eingereicht am 28.11.2014.)

 

Geschrieben am Donnerstag, 27. November 2014
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